Wirtschaftsingenieure – Allrounder an den Schnittstellen der Wirtschaft

Wirtschaftsingenieure zählen derzeit zu den Absolventen mit den besten Berufsaussichten und Gehaltsperspektiven. Sie gehören bei den Berufseinsteigern zu den Besserverdienern. Einstiegsgehälter von über 40.000 EUR sind die Regel. Nach einer 5-jährigen Berufserfahrung steigt das Wirtschaftsingenieur Gehalt bereits auf ca. 75.000 EUR durchschnittlich an. In einer Welt, die durch arbeitsteilige international Prozessketten immer komplexer wird, sind Mitarbeiter gefragt, die sich sowohl mit den technischen Anforderungen als auch mit den kaufmännischen Faktoren bestens auskennen, um komplexe Produktions- und Logistik-Prozesse zu gestalten.
Es sind Leute an den Schnittstellen gefragt, die nicht nur technisch versiert sind, sondern auch bereichsübergreifende Zusammenhänge beurteilen können und betriebswirtschaftliches Verständnis haben. Der erste Ausbildungsgang zum Wirtschaftsingenieur wurde bereits im Jahr 1927 in Berlin ins Leben gerufen. Aber erst in den letzten 30 Jahren im Zuge der Globalisierung wurde der Studiengang richtig populär. Heute kann man Wirtschaftsingenieurwesen an deutschen Universitäten, Fachhochschulen und an Berufsakademien studieren. Es werden je nach Hochschule Abschlüsse als Diplom, Master und Bachelor angeboten. Die jeweiligen Universitäten und Fachhochschulen spezialisieren sich im Hauptstudium auf bestimmte Fachrichtungen, wie zum Beispiel Fahrzeugbau, Elektrotechnik, Anlagenbau oder Energiewirtschaft.

Auch im Ausland hat man das Potential dieser deutschen Ausbildungsinnovation entdeckt. Mittlerweile bieten Universitäten in Europa und Nordamerika dieses bereichsübergreifende Studium an. International wird der Studiengang als „Business Administration and Engineering“, “Management and Engineering” oder “Business and Engineering” bezeichnet.

Wirtschaftsingenieure verstehen sowohl die technischen Aspekte als auch die betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge und sind daher die ideale Besetzung, um komplexe Prozesse zu gestalten. Sie arbeiten in Bereichen wie Unternehmensberatung, technischer Vertrieb oder im Projektmanagement. Wirtschaftsingenieure sind durch ihre technisch-naturwissenschaftlichen Ausbildung und ihr betriebswirtschaftliches Know-how bestens als Führungskräfte geeignet, und immer mehr gefragt.

Der größte Beschäftigungssektor ist nach wie vor die Industrie. In den letzten Jahren ist jedoch der Bedarf an Wirtschaftsingenieuren im Handel stark angestiegen, Ausdruck immer komplexer werdender Handelsprozessketten. Fremdsprachen sind unabdingbar für den beruflichen Erfolg der Allrounder, aber insbesondere die sog. Softskills sind extrem wichtig. Wirtschaftsingenieure arbeiten vor allem an Schnittstellen zwischen technischen und kaufmännischen Funktionen. Beide Seiten zu verstehen und zwischen ihnen zu vermitteln ist ein wichtiger Faktor für den beruflichen Erfolg.

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